Projektbeschreibung


Große Videowand bietet kulturelles Public Viewing am Theaterplatz.

Stadttheater Aschaffenburg

Klassische Kultur trifft moderne Medientechnologie: Im Zuge des Umbaus des 200 Jahre alten Stadttheaters wurde in Richtung Theaterplatz eine Glasfassade mit einer Videowand geschaffen. Die rund 3,5 x 6 Meter große Medienwand im Format 16:9 informiert Aschaffenburger Bürger und Touristen nun über das aktuelle und kommende Programm und zeigt Live-Übertragungen oder Aufzeichnungen von Schauspielen, Opern, Konzerten oder Stummfilmen. Kameras im Theaterraum fangen das Bühnengeschehen ein, das dann auf die Medienfassade projiziert wird. Mit Rücksicht auf die Anwohner erfolgen die Übertragungen ohne Ton.

Die Medienwand besteht aus Glas und ist mit einer speziellen Folie beschichtet. Das gezeigte Bild in HD-Qualität besteht aus vier Teilbildern, die von Videoprojektoren durch Wandöffnungen des Theaterrestaurants projiziert werden. Dank einer speziellen Software mit Softedge-Funktion werden die Teilbilder unmerklich zu einem einzigen, stimmigen Gesamtbild von etwa 1.920 x 1.080 Pixeln zusammengesetzt. Die Bildinhalte werden quasi ineinander geblendet. Die Anordnung der vier Projektoren reduziert mögliche Bildverzerrungen dabei auf ein Minimum. Jedes Teilbild kommt von einem eigenen Player, der zwar das gesamte Bild abspielt, aber nur den zugewiesenen Bildanteil an den Projektor über eine Grafikkarte wiedergibt. Projektoren und Abspielgeräte befinden sich oberhalb des Garderobenbereichs in einem Fach, wo sie mittels Lamellen vor Blicken geschützt sind.

Mit 3.900 Lumen enstpricht die Medienwand den Anforderungen des Kunden, kein besonders helles, sondern ein eher gedämpftes Bild zu liefern, um den klassischen Charakter des Gebäudes und der Projektionsinhalte zu unterstreichen. Ebenso sollte die Fassade des Theatergebäudes deutlich sichtbar bleiben, weshalb die Stahlträger durch die Projektion scheinen.

Die Medieninhalte werden nach Playlisten abgespielt oder in Echtzeit projiziert. Auf der Festplatte der Abspielgeräte ist der gesamte verfügbare Content gespeichert. Mitarbeiter des Kulturamts erstellen mit einer Workstation neue Inhalte sowie tages- und uhrzeitorientierte Playlisten. Die Abspielgeräte und Projektoren sind mit der zentralen Workstation via Ethernet verbunden und werden per Fernzugriff verwaltet.