Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

Projektbeschreibung


Ausstattung des Spiegelsaals mit innovativer Projektionstechnik und weitere medientechnische Installationen.

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

PRO VIDEO übernahm die Leitung und Ausführung der technischen Einrichtung des Museums im Filmhaus am Potsdamer Platz Berlin. Das Film-und-Fernsehmuseum dient der Sammlung und Präsentation von Archivmaterial und Mitschnitten aktueller Fernsehprogramme mit zusätzlichen Erläuterungen. Die Ständige Ausstellung Fernsehen auf rund 600 qm umfasst den Spiegelsaal“, den „Zeittunnel“ und die „Programmgalerie“. Zusätzlich gibt es einen Raum für Sonderausstellungen sowie einen Konferenz- und Veranstaltungsraum.

Für den Spiegelsaal entwickelte PRO VIDEO eine Sonderlösung, um aus den neun Panasonic-Projektoren ein 8 mal 6 Meter großes Gesamtbild entstehen zu lassen. Das System muss passende Übergänge an vier Seiten bieten und hundertprozentig synchron arbeiten. Möglich wurde das durch ein Splitrechnersystem von inSynergie. Die Projektoren sind in einer Stahlkonstruktion auf der Rückseite der Leinwand eingebaut. Das System startet vollautomatisch zu bestimmten Zeiten, eine manueller Zugriff mittels Mediensteuerung (Touch Panel) ist möglich. Für den passenden Ton wurden Lautsprecher an der Leinwand, im Sockel des Spiegelabschnitts und an der Decke installiert.In der zentral gelegenen Programmgalerie haben die Besucher an sechs Fernsehinseln Zugang zu einer Programmbibliothek, die mehrere hundert Sendungen aus Ost und West seit Start des deutschen Fernsehens umfasst. Daraus können sie ihre Favoriten wählen und auf Wunsch in voller Länge ansehen. Der Fernsehschirm dient sozusagen als Video-On-Demand-Station, auf einem zusätzliches TFT-Display können sich die Nutzer dazu Hintergrundinformationen aus einer umfangreichen Datenbank anschauen.Der Konferenz- und Veranstaltungsraum ist für rund 100 Personen konzipiert und bietet eine riesige Projektionsfläche, die wie ein überdimensionales Fernsehbild wirkt.

Die Herausforderung bestand darin, die Projektoren für die 9 mal 2,55 Meter große Leinwand auf der Mittelachse des Beleuchtungsgrundes für Doppel- und Einzelprojektionen verschiebbar positionieren zu können: Dafür musste passende Mechanik gefunden werden. PRO VIDEO wurde fündig in der Automatisierungstechnik: Die Schiene ist lediglich 22 Millimeter breit, die Wagen 55 Millimeter und Belastbarkeit liegt bei 70 Kilogramm. Sie werden manuell verschoben und fixiert. Nahezu unsichtbar integriert wurden viele Einspeisungspunkte im kleinen Technikraum hinter der Leinwand, in 15 Bodentanks sowie am mobilen Regieplatz, der im hinteren Teil des Saales aufgebaut werden kann. Für den Surround-Sound sorgen Lautsprecher von Kling&Freitag, die rechts und links der Projektionsfläche in der Wand, in einem Center im Podium vor der Leinwand und in Surroundkanälen in der Decke im hinteren Bereich des Raumes positioniert sind, dazu gibt es zwei Subbässe von KME. Dank einer mobilen Kamera können Veranstaltungsmitschnitte erstellt werden. Zu bestimmten Anlässen lassen sich der Raum für Sonderausstellungen und der Veranstaltungsraum miteinander verbinden.Die Medientechnik im Fernsehmuseum bleibt nahezu komplett im Hintergrund, die sichtbaren Komponenten wie Displays und Lautsprecher fügen sich sehr stilvoll in die Architektur der Räume ein.